"Pakt für den Nachmittag": Mehr Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung für Schülerinnen und Schüler!

 

Autor: Kay Losert

Ziele

Um noch mehr Schülerinnen und Schülern an Grundschulen sowie an Grundstufen der Förderschulen ein verlässliches und am Bedarf orientiertes ganztägiges Bildungs- und Betreuungsangebot machen zu können, hat das Land Hessen mit dem Schuljahr 2015/2016 den sogenannten "Pakt für den Nachmittag" gestartet. Der Pakt beruht auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Hessen und den Schulträgern sowie regionalen Vereinbarungen mit den Kommunen. Die Bildungs- und Betreuungsangebote werden auf der Basis vorhandener Strukturen und auf Grundlage einer gemeinsamen Konzeptentwicklung unter Einbindung von Jugendhilfe und Angebotsträger vor Ort geschaffen.

Das Ziel der Vereinbarung ist, noch stärker zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einer besseren individuellen Förderung für die Schülerinnen und Schüler sowie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Eltern beizutragen.

Umfang des Angebotes

Um Kindern und Familien ein beitragsfreies Angebot bis 14:30 Uhr an fünf Tagen in der Woche zu ermöglichen, stellt das Land Ressourcen in Form von Personal und finanziellen Mitteln zur Verfügung. Bei Bedarf kann die tägliche Betreuung auch bis 17:00 Uhr sowie in den Schulferien in Anspruch genommen werden. Hierfür stellt der Schulträger, bzw. die Kommune Mittel zur Verfügung. Für das lange Zeitmodul sowie für die Ferienbetreuung und das warme Mittagessen werden außerdem Elternbeiträge erhoben.

Grundsätzlich ist der Pakt für den Nachmittag ein freiwilliges Angebot, nach Anmeldung des Kindes dann verbindlich. Die Angebote einer ganztägig arbeitenden Grundschule im Pakt für den Nachmittag werden von Lehrkräften und anderen Fachkräfte wie Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Erzieherinnen und Erziehern sowie weiterem Personal getragen.

Bisherige Umsetzung bei JJ

JJ hat zum Schuljahr 2016/17 die Trägerschaft für den Pakt an zwei Grundschulen der Stadt Wiesbaden übernommen: an der Goetheschule in Biebrich und an der Fritz-Gansberg-Schule. Dort werden insgesamt rund 320 Kinder im Pakt betreut. Der Wetteraukreis wird ab dem Schuljahr 2018/19 ebenfalls am Pakt für den Nachmittag teilnehmen. JJ ist derzeit mit zwei Wetterauer Grundschulen sowie den Städten und dem Wetteraukreis im Gespräch - mit dem Ziel, die Trägerschaft für den Pakt an diesen Schulen zu übernehmen.

Eine zugehörige Powerpoint-Datei können Sie sich hier herunterladen.