Eine neue Selbsthilfegruppe für junge Männer U30 in der ASB Maintal

Am Mittwoch, den 18.12.2019, startete die U30 Selbsthilfegruppe für junge Männer in der Aufsuchenden Suchtberatung Maintal.

Die Idee eine Selbsthilfegruppe für diese Zielgruppe zu initiieren entstand auf den Wunsch eines Klienten, der gerade aus einer stationären Entwöhnungsbehandlung kam. Ihm haben die Gruppentherapien dort immer sehr gut getan und er wünschte sich auch eine ambulante Gruppe mit anderen Betroffenen in seinem Alter um sich auszutauschen.

Maintal hat mehrere Selbsthilfegruppen, die zwar für alle Altersstufen offen sind, in der Realität jedoch oft erst von Menschen mittleren Alters besucht werden.

So wurde aus dem Wunsch des Klienten schnell ein Konzept für eine regelmäßige Gruppe. Das Konzept wurde gezielt sehr offen gehalten, da die Gruppe darauf beruht, die jungen Männer so viel wie möglich in die Gestaltung miteinzubeziehen. Die Werbung für die Gruppe im bestehenden Klientenstamm der ASB Maintal war kaum von Nöten, da die jungen Männer sehr interessiert an dem neuen Angebot waren. Sie sehen es als Chance sich weiter zu stabilisieren und endlich einen Raum zu finden, in denen sie frei über die Herausforderung mit dem Umgang mit Suchtmitteln reden können. Die Selbsthilfegruppe wird in der Pilotphase von der Mitarbeiterin Frau Bötsch angeleitet.

Die Gruppe ist für alle jungen Männer offen, die eine Interesse habe ihren Konsum zu überdenken und zu verändern, so dass sie sich damit wohl fühlen und es ihren Zielen im Leben nicht im Weg steht. Abstinenz ist hierbei keine Voraussetzung.    

Mitte Dezember startete die Selbsthilfegruppe dann mit fünf Teilnehmern. Die jungen Männer nutzen angeregt die Zeit um sich über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Substanzen auszutauschen und sich zu überlegen wie sie die Gruppe gerne für sich nutzen wollten. So konnten die grundlegenden Regeln für die Sitzungen festgelegt werden.

Wir freuen uns auf die Weiterentwicklung der Selbsthilfegruppe und hoffen, dass die Motivation bei Vielen erhalten bleibt und die Gruppe weiterwachsen kann.

Stefanie Bötsch