Freizeithausaktionstage waren ein voller Erfolg
„Wir wollten den Kindern Raum geben, sich auszuprobieren, kreativ zu sein und gemein-sam etwas zu erleben. Es war eine sehr abwechslungsreiche und gelungene Woche mit ausschließlich Jungs“, berichtet die Leiterin der mobilen beratung Kriftel, Kathrin Bennett. 15 Jungs hatten sich diesmal angemeldet. „In der Abschlussrunde war dann bei den meis-ten das Plottern das Highlight der Woche, da man danach so schöne Sachen mit nach Hause nehmen konnte.“
Keine Scheu beim Training
Im Breakdance-Workshop haben die Kids Basic-Moves gelernt. Tanzer und Kursleiter Thenk wurden förmlich Löcher in den Bauch gefragt. Er zeigte ihnen ein Video von einem Breakdance-Battle und am Ende durften alle paarweise improvisieren. „Besonders beein-druckend fand ich, dass sich alle getraut haben, vor allen anderen zu tanzen“, erzählt Ka-thrin Bennett.
Zum Plottern gemeinsam mit dem Jugendbildungswerk Main-Taunus und Sandra Ellbogen hatten die Jungs Taschen, Sportbeutel und T-Shirts zum Selbstbedrucken mitgebracht. Plotter, iPads, Bügelfolien, Ritzgeräte und die Bügelpresse wurden gebraucht, um aus ei-ner Idee ein tragbares Kunstwerk zu machen. Zuerst wurden die Motive ausgewählt, dann von der Folie ausgekratzt und mit der heißen Presse auf die Textilien gedruckt. Es wurden dabei auch eigene Schriftzüge, zum Beispiel als Geschenk für die Eltern, mit den Namen der Lieblingsband oder auch passende "Brothers forever"-T-Shirts gestaltet. Unter den Teilnehmern waren alleine drei Brüderpaare.
Zum Spiele-Event am nächsten Tag erschienen viele der Kids in ihren selbstgestalteten T-Shirts und Sweatshirts. Der Spiel-Punkt Kriftel kam mit ganz vielen Spielen und es wurde zuerst drinnen gespielt - von Schach, Knobelspielen, Wikingerschach hin zu Stickflip. Das Wetter war so schön, dass die meisten den Nachmittag beim Fußballspielen und Versteck-spielen draußen verbracht haben.
Handschellen und Fingerabdrücke
Den spannenden Abschluss bot der Detektivworkshop geleitet von dem echten Privatde-tektiv Alexander Schrumpf: Ein Teil des Aufenthaltsraums war dafür mit gelb-schwarzem
Band abgesperrt worden. Auf dem Boden, den Tischen und am Fenster standen Aufsteller mit Zahlen. Brecheisen, Strumpfhosen-Maske, Fingerabdrücke am Fenster und ein auffäl-liger Fußabdruck – alles deutete auf einen Einbruch hin. Natürlich nur gestellt. Die Kinder hatten viel Spaß dabei, den Fall zu lösen und dafür „Spusi-Anzug“, Strumpfmaske und Handschellen auszuprobieren. Auf unterhaltsame und kindgerechte Weise erläutert der er-fahrene Detektiv den Kindern, wie Detektive ganz einfach mit Haarspray und Gips Fuß-spuren sichern oder wie sie Fingerabdrücke mit Rußpulver, Pinsel und Folie sichtbar ma-chen. Dabei präsentierte er auch einen „unsichtbaren Pinsel“, der mit einem Magnetfeld arbeitet. Mit viel Witz erzählte er den aufmerksamen Jungs auch von seinen echten Fällen: 2800 hat er schon gelöst.