20 Jahre Franziskushaus

Im Jahr 2012 feierte das Franziskushaus sein 20-jähriges Bestehen im Rahmen einer Fachtagung mit dem Thema „Alter und Sucht“.
Frau Saatkamp, Heimleitung des Franziskushauses, stellte im Rahmen der Veranstaltung das Franziskushaus vor und verdeutlichte, dass die im Franziskushaus neu erlernten Verhaltensweisen, sowohl die gesundheitliche als auch die soziale Situation der Bewohner/innen verbessert. Aufgrund der veränderten Lebensweise und der damit einhergehenden gesundheitlichen Stabilisierung können teure und oft destabilisierende Krankenhausaufenthalte vermieden bzw. verkürzt werden.
Zudem erleben die betroffenen Personen im Franziskushaus nach Jahren sozialer Randständigkeit infolge von Drogenkonsum, materiellen Einbußen und Kriminalität, nun ein soziales Umfeld, in dem andere menschliche Erfahrungen möglich sind.

Als „ältere drogenabhängige Menschen“ können Suchtkranke bereits ab dem 40. Lebensjahr bezeichnet werden, da Studien nachweisen konnten, dass deren Alterungsprozess etwa dem von Menschen aus der Normalbevölkerung entspricht, die 20 Jahre älter sind. Bedingt durch ihren jahrelangen Konsum von illegalen Suchtmitteln weisen Drogenabhängige zumeist multiple schwerwiegende Erkrankungen auf. Hierdurch sind in der Regel erhebliche psychische wie physische Einschränkungen entstanden, welche in der Folge ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung nicht mehr oder nur mit der Hilfe Dritter erlauben.
Bei z.B. einem Menschen mit fortgeschrittener HIV-Infektion und nur sporadischer Medikamenten-einnahme, einer zusätzlichen psychiatrischen Erkrankung, sowie deutlichen kognitiven Einschränkungen, benötigen diese eine umfangreiche Betreuung von geschultem Personal, damit entsprechende Pflege und sozialtherapeutische Behandlung gewährleistet und notwendige Verhaltensänderungen herbeigeführt werden können.

Für das gelungene Jubiläumsfest möchten wir, die MitarbeiterInnen und Mitarbeiter vom Franziskushaus uns bei allen Mitwirkenden bedanken.
Der Dank gilt insbesondere Herrn Dr. Kunz, Geschäftsführer des Trägers Jugendberatung und Jugendhilfe e.V., Herrn Dr. Manderscheid, Diözesancaritasdirektor Limburg und Herrn Tobohm, stellvertretender Fachbereichsleiter LWV. Die benannten Personen haben Ansprachen gehalten, in denen u. a. die Wertschätzung für die geleistete Arbeit von den MitarbeiterInnen des Franziskushauses benannt wurden.

Unser Dank geht auch an Herrn Dr. Geyer, Leitender Arzt der Fachklinik Fredeburg und an Herrn Locher, Facharzt für Allgemeinmedizin und HIV- Schwerpunktarzt, Infektiologikum Frankfurt, für die anschaulich dargestellten Präsentationen von Fachwissen.

Den Beitrag von Herrn Dr. med. Dieter Geyer "Alter und Substanzbezogene Störungen" können Sie sich hier downloaden.

Die qualitativ hochwertige Versorgung für das „leibliche Wohl“ aller Besucherinnen soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.

Wir danken den MitarbeiterInnen des Wolfgang-Winkler-Haus für die Bereitstellung ihres Catering.