Eine Mutter und die “Sehnsucht nach Rausch”

Der Hessische Rundfunk war zu Besuch! Den gelungenen Beitrag über unsere Arbeit im Eltern-Kind-Haus und die Situation von suchtbelasten Familien können Sie sich hier anschauen:

Hessenschau vom 17.04.2022

22. April 2022 · Stationäre Jugendhilfe Eltern-Kind-Haus Weitblick in Schmitten-Hunoldstal

Kinder aus suchtbelasteten Familien brauchen Verlässlichkeit! Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Deutschland mit mindestens einem suchtkranken Elternteil auf. Fast jedes 6. Kind in Deutschland kommt aus einer suchtbelasteten Familie. Etwa 6 Millionen Erwachsene sind als Kinder in suchtbelasteten Familien aufgewachsen. Für diese Kinder existiert ein erhöhtes Risiko, selbst eine Abhängigkeitserkrankung oder eine andere psychische Störung zu entwickeln. Allerdings sind Kinder aus suchtbelasteten Familien auch extrem widerstandsfähig. Sie haben vielseitige Begabungen und Kompetenzen. Mit der richtigen Unterstützung können sie sich zu gesunden und zufriedenen Erwachsenen entwickeln. (Vgl. NACOA)

Diese Unterstützung finden die betroffenen Kinder und ihre Eltern im Eltern-Kind-Haus Weitblick. Tamara Scheidt und ihr Team unterstützen seit Mai 2019 unter anderem Familien mit einem abhängigkeitskranken Elternteil. Auch Elternteile und Schwangere mit einer anderen psychischen Störung werden im Eltern-Kind-Haus aufgenommen. Ziel ist die Sicherung des Kindswohls sowie Aufbau, Stärkung und Stabilisierung der Eltern-Kind-Bindung. Eine weitere zentrale Aufgabe des Unterstützungsangebots in Schmitten-Hunoldstal ist die Entwicklungsbedingungen des Kindes zu fördern und zu verbessern. Die Abhängigkeitserkrankung des betroffenen Elternteils wird vor Aufnahme stationär oder begleitend zum Aufenthalt im Eltern-Kind-Haus und nach erforderlicher Entzugsbehandlung ambulant behandelt. Der Beitrag >>Eine Mutter und die “Sehnsucht nach Rausch”<< in der Hessenschau vom 17.04.2022, gibt einen guten Einblick in den Alltag im Eltern-Kind-Haus Weitblick. 

Wirkungsmessung im Eltern-Kind-Haus 

In Zusammenarbeit mit der Psychologin des Eltern-Kind-Hauses Weitblick, Sonja Gottschling, hat die JJ Fachstelle Evaluation die im Rahmen der Testdiagnostik erhobenen Daten ausgewertet. Bereits in der Clearingphase werden von der Psychologin des Hauses standardisierte psychologische Testverfahren durchgeführt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme wird eine vergleichsweise hohe psychische Belastung der Eltern in verschiedenen Bereichen festgestellt, insbesondere hinsichtlich der Bereiche „Depressivität“ und „Aggressivität“. Durch die Verlaufsmessungen lassen sich positive Entwicklungen in verschiedenen Bereichen aufzeigen. Hervorragend sind die positiven Veränderungen in den Bereichen der „Depression“. Aber auch die zu Beginn der Behandlung hohen Werte im Bereich „Aggression“ sind erfreulicherweise rückläufig.

Den gesamten Artikel zur Wirkungsmessung im Eltern-Kind-Haus Weitblick finden Sie in der Dezember-Ausgabe des JJ AKTIV MAGAZINS.

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