Safe the date: 28.05.19

Informationen zum Fachtag: „Jugendberatung und Suchthilfe im Hochtaunuskreis - Herausforderungen für die Zukunft“ im Bürgerhaus Kirdorf (Bad Homburg)

Am Dienstag den 28. Mai 2019 findet ab 09:00 Uhr ein Fachtag in Kooperation mit der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe im Bürgerhaus Kirdorf statt. Nach der Eröffnung durch die Leiterin des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis, Frau Sohns-Riedl, begrüßen wir als Grußredner den Geschäftsführer des Vereins Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. Herrn Böhl, Herrn Schmidt-Rosengarten vom hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Frau Hechler, die Sozialdezernentin des Hochtaunuskreises und die Bad Homburger Stadträtin, Frau Lewalter-Schoor.

Das Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis ist im Kreis für die Arbeitsbereiche ambulante Suchthilfe, Beratung, Behandlung, Jugendarbeit, Prävention, Intervention und Betreutes Wohnen zuständig. Am Fachtag wollen wir ausgewählten Themen unsere Aufmerksamkeit schenken:

Mit der Finanzierung der Beratungsstelle in Bad Homburg, der Außenstelle Usingen und der Mobilen Beratung folgen der Hochtaunuskreis sowie dessen Städte und Gemeinden dem Sozialstaatsprinzip und der kommunalen Daseinsvorsorge. Herr Stephan Bürkle, Geschäftsführer des Bundesverbandes Caritas Suchthilfe e.V., referiert im ersten Fachvortrag über „Perspektiven einer zukunftsorientierten ambulanten regionalen Suchthilfe“ und wird hierbei den sozialrechtlichen Rahmen und die Auftragsgestaltung der ambulanten Suchthilfe aufzeigen. Herr Bürkle veröffentlichte im Oktober 2018 zusammen mit Frau Mäder-Linke im Auftrag des Caritas Suchthilfe e.V. und des Gesamtverbandes für Suchthilfe e. V. das Exzerpt zum Papier >>Tätigkeiten und Potentiale der Funktion „Suchtberatung“<<. Auch in weiteren Texten und Berichten, die bundesweit Aufmerksamkeit auf sich zogen, erwies er sich als Experte bei der Fragestellung: „Wo stehen die Beratungsstellen? Neue Herausforderungen in der ambulanten Suchthilfe.“ (siehe KONTUREN 2015)

Unsere Arbeit mit Menschen, die psychoaktive Substanzen konsumieren und mit deren Angehörigen umfasst aktuell den größten Arbeitsbereich im Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis. Der zweite Fachvortrag beschäftigt sich daher mit Trends und Entwicklungen im Konsum psychoaktiver Substanzen. Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel, Geschäftsführer des Instituts für Therapieforschung (IFT) und der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD), beschreibt welche Entwicklungen und Trends im Mai 2019 zu beobachten sind. Zusammen mit Mitarbeiter*innen der BZgA und der DHS gibt Dr. Pfeiffer-Gerschel im jährlichen REITOX-Bericht die Situation illegaler Drogen in Deutschland wieder. Mit der DBDD wirkt Herr Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel als Partner der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) regelmäßig am „Europäischen Drogenbericht - Trends und Entwicklungen“ als Experte mit.

Neben dem stoffgebundenen Konsumverhalten beschäftigt sich das Team des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe auch mit stoffungebundenem Konsumverhalten von Menschen. Die Fachberatung Glücksspiel der Einrichtung ist bereits ein festes, nachgefragtes und anerkanntes Beratungsangebot. Eine weitere Herausforderung für die Zukunft sind Anfragen zu exzessivem Computerspiel und Internetgebrauch. Wir konnten die Pädagogische Hochschule Heidelberg zur Kooperation in diesem Themengebiet gewinnen. Frau Sophie Kindt von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg referiert im dritten Fachvortrag über „PROTECT: Wie man Internet- und Computerspielabhängigkeit vorbeugt“. Ein erstes Pilotprojekt fand Anfang 2019 in Kooperation mit dem Gymnasium Oberursel und uns bereits erfolgreich statt. Mit dem PROTECT Gruppentraining hat Frau Kindt ein Präventions- und Interventionsangebot entwickelt, das Schüler*innen zu einem professionellen Umgang mit technischen Medien anleitet. Das Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe hat Anfang 2019 ein neues Konzept für eine Fachberatung bei exzessivem Computerspiel- und Internetgebrauch erstellt und dem Hochtaunuskreis eingereicht.

Am Mittag folgen ab 14:00 Uhr eineinhalbstündige Workshops in die sich die Veranstaltungs-teilnehmenden bei Anmeldung einwählen können.

1. Workshop
Der erste Workshop „Risflecting: Rausch und Risikopädagogik in der Suchtprävention“ wird von Frau Caroline Theis, Risikopädagogische Begleiterin im Referat Suchtprävention der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. geleitet. Carolin Theis vermittelt den Risflecting-Ansatz den sie im Studienweg bei Gerald Koller erlernt hat. Die Rausch- und Risikopädagogik wird als innovativer und zukunftsweisender Ansatz in der Suchtprävention gesehen.

2. Workshop
Frau Dr. rer. nat. Diana Moesgen, Mitarbeiterin des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventions-forschung an der Katholischen Hochschule NRW bietet im 2. Workshop Einblicke in das SHIFT Plus Forschungsprojekt (Sucht-Hilfe-Familientrainings für drogenabhängige Eltern). Hierbei handelt es sich um ein Gruppenprogramm für drogenabhängige Eltern mit Kindern zwischen 0 und 8 Jahren, welches die Elternkompetenzen und die Familienresilienz stärken sowie die Bereitschaft bzw. Fähigkeit zu Abstinenz und weiterer Inanspruchnahme von Hilfen fördern soll.

3. Workshop
Herr Ulrich Claussen, Fachbereichsleitung Sucht von Jugendberatung und Jugendhilfe e. V., beschäftigt sich zusammen mit den Mitarbeiter*innen der Ambulanten Rehabilitation am Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis, im dritten Workshop mit den Trends in der Behandlung Abhängiger. Digitalisierung, Ökonomisierung und Qualitätsmanagement sollen als bereits existierende Trends vertieft werden.

4. Workshop
Workshop vier beschäftigt sich mit dem Thema „Substanzgebrauch und Jugendzentrum – Chancen und Grenzen der offenen Jugendarbeit“. Dieser Workshop wird gestaltet von der Mobilen Beraterin für die Stadt Oberursel (ZJS-HTK), Stephanie Kobel in Kooperation mit der Stadt Oberursel.

5. Workshop
„Hier seid ihr (un)erwünscht – Jugendliche im öffentlichen Raum“ ist der Titel des fünften Workshops. Der neue Arbeitsbereich Streetwork für die Stadt Bad Homburg am Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe, die Mobile Beratung für die Stadt Bad Homburg sowie das HaLT-Projekt im Hochtaunuskreis beschäftigen sich, in Kooperation mit Mitarbeiter*innen der Stadt Bad Homburg, mit dem immer wiederkehrenden und stark polarisierenden Thema Jugendliche im öffentlichen Raum.

Die Firma thinkpen unterstützt uns mit begleitendem Graphic Recording bei der Aufzeichnung der Inhalte, Ergebnisse und Erkenntnisse. Die Beiträge werden nach der Veranstaltung auf dieser Homepage zur Verfügung gestellt.

Die Veranstaltung endet mit einem offenen Ausklang bei Kaffee und Kuchen ab 15:30 Uhr.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 30. April 2019!

Für Rückfragen wenden sie sich bitte an den Veranstalter:
Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis (ZJS)
Louisenstraße 9, 61348 Bad Homburg
Fon 06172 6008-0 Fax 06172 6008-19
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