"Keine Angst vor der Uni" - Ein Blick in unsere Zukunft

Exkursion an die Goethe-Universität - Vorlesung „Elementare angewandte Mathematik“ bei Prof. Ralph Neininger
Am Mittwoch,  den 31.10.18, machten sich die Klassen A und C der Eingangsstufe sowie ein Schüler aus der E-Phase (11. Kl.) auf, um zu sehen, was die Zukunft bringen könnte. Es tönten am eher unscheinbaren Eingang des alten Hauptgebäudes in Bockenheim entgegen unserer Erwartung keine Engelstrompeten für Elitestudenten in Talar und Doktorhut, sondern wir sahen ganz normale Menschen. Wir wurden nicht angestarrt und sahen aus wie alle anderen auch.  An einer Ecke des Campus sprang uns eine fette „Weed-Wolke“ an. Die blendeten wir schnell aus. In der Vorlesung von Prof. Ralph Neininger saßen im Hörsaal H III ca. 50 Studierende. Ein besonderes Highlight für uns war, dass einer von ihnen ein BZH-Sweatshirt trug. Er kam sofort auf uns zu und freute sich, seinen alten Mathe-Lehrer Andy Weber zu begrüßen. Das machte schon einmal Mut.


„Elementare angewandte Mathematik“ lautete das Hauptthema der Vorlesung für Lehramtsstudenten; in dieser Stunde präsentierte Prof. Neininger anhand vieler Beispiele Codierungen und Optimierungen von Codes. Am Anfang konnten wir überraschenderweise alle recht gut folgen. Da wir BZH-ler uns aber noch nicht sicher im Milieu der höheren angewandten Mathematik bewegen, ließ die Aufmerksamkeit schließlich nach. Wir stellten fest, dass, wenn man nur einen kurzen Moment unkonzentriert war oder man auf dem Handy ein Fremdwort nachsah, der „Zug“ weiterfuhr und ein Aufspringen schwierig wurde. Eine von uns ging nach Hause, da sie nach einem Toilettenbesuch in den grauen, monotonen Gängen die Orientierung verloren hatte und den Weg zurück nicht mehr fand. Andere SchülerInnen blieben bis zum Schluss. Prof. Neininger nahm sich sogar die Zeit, um uns noch Weiteres zu erläutern.
Im Großen und Ganzen nahm uns  der Ausflug die Angst vor der Uni. In der Cafeteria fühlten wir uns sogar richtig wohl. Es war schön, dass wir einen Einblick in eine Welt nehmen durften, der sich von der Welt des Drogenmissbrauchs, aus dem wir kommen, unterschied.

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