Deutscher Suchtkongress 2013 in Bonn

Am 19.09.2013 stellte Einrichtungsleiter Ulrich Claussen eine erste Evaluation der übergangsweise substitutionsgestützten Rehabilitation beim Deutschen Suchtkongress in Bonn vor. In dieser Evaluation wird deutlich, dass Opiatabhängige, die die Reha substitutionsgestützt beginnen in aller Regel früher beginnende und stärker ausgeprägte Abhängigkeiten haben, weitaus häufiger Begleiterkrankungen und einen höheren Behandlungsbedarf. Dies macht längere und intensivere Behandlungen erforderlich. Demgegenüber stehen kürzere Verweildauern und einige Umstände, die die Behandlung dieser Zielgruppe erschweren.

Für die Weiterentwicklung des Angebots soll die Evaluation fortgesetzt und ergänzt werden um Variablen zu Behandlungsverlauf, psychischen Besonderheiten und auch intellektueller Leistungsfähigkeit, sowie weiteren Reha-Ergebnissen abgesehen von der Abdosierung des Substitutionsmittels. Bereits jetzt ergeben sich Entwicklungsmöglichkeiten für die Reha-Vorbereitung, den Ausbau motivationaler Strategien und die Entwicklung eines systematischen Ansatzes für die Behandlung der Angst vor Entzug. Für diese spezielle Problematik sollen kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze der Behandlung von Angststörungen erprobt werden.

Den gesamten Vortrag finden Sie hier:

Einführung der übergangsweise substitutionsgestützten stationären Rehabilitation.
Ulrich Claussen (Therapeutische Einrichtung Auf der Lenzwiese)