Sucht und Flucht

Um konkrete Informationen zu sammeln, Erfahrungen zu bündeln und Hinweise auf Konsummuster und spezifische Belastungen zu erhalten, fanden und finden im Verein quantitative und qualitative Untersuchungen zum Thema Sucht und Flucht statt. Im Fokus steht dabei die Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in den stationären Jugendhilfeeinrichtungen JJ. Mithilfe des Dokumentationssystems EVAS werden Konsummuster und Belastungen der jugendlichen Flüchtlinge erfasst.

Erste Verlaufsmessungen zeigen positive Entwicklungen in verschiedenen Bereichen. Verbesserungen werden hinsichtlich des Aufenthaltsstatus' und der deutschen Sprachkenntnisse erzielt. Bereits ein halbes Jahr nach Betreuungsbeginn verfügen die meisten Jugendliche über signifikant verbesserte Sprachkenntnisse. Auch zeigen sich ab der ersten Verlaufsmessung nach einem halben Jahr positive Veränderungen hinsichtlich der psychosozialen Belastungssituation der Jugendlichen. In den Bereichen "Soziale Integration", "Soziale Attraktivität" und "Selbstkonzept und Selbstsicherheit" machen die Jugendlichen messbare Fortschritte.

 Im folgenden präsentieren wir einen Beitrag, der auf diesjährigen Heidelberger Suchtkongress gehalten wurde, der vom 21.06-2017 bis zum 23.06.2017 unter dem Motto "Ethische Fragen in der Suchtbehandlung" stattgefunden hat.

 Darin wurde auch zur Diskussion gestellt, wie suchtspezifische Maßnahmen und Angebote in stationären Jugendhilfeeinrichtungen für unbegleiteten minderjährige Flüchtlinge sinnvollerweise ausgestaltet werden können und wie eine bedarfsgerechte Betreuung aussehen kann.

Eine zugehörige PowerPoint-Präsentation können Sie sich hier herunterladen.