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Die Therapeutische Einrichtung   Auf der Lenzwiese mit 30 Plätzen ist eine stationäre Einrichtung zur medizinischen Rehabilitation für drogen- und mehrfachabhängige Frauen und Männer.
Der Einrichtung angeschlossen ist eine externe Adaptionseinrichtung. Besondere Merkmale sind
  • bevorzugte Aufnahme von Patientinnen und Patienten aus der Region Südhessen
  • regional orientierte Vermittlung in Angebote der Nachbetreuung
  • Angebot einer stationären Behandlung bei hoch riskantem Cannabiskonsum
  • EDV-Kurse zur beruflichen Weiterqualifikation
  • externe Adaption in einem separat gelegenen Haus in Breuberg
  • überschaubare Größe mit 24 Plätzen in der Therapieeinrichtung und 6 Plätzen für die Adaption.
Träger
Träger der Therapeutischen Einrichtung Auf der Lenzwiese ist der Verein Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. (JJ) Taunusstraße 33, 60329 Frankfurt. JJ bietet hilfebedürftigen, behinderten, gefährdeten oder psychisch kranken Menschen fachkundige Beratung und Lebenshilfe an.
Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Er ist assoziiertes Mitglied im Diözesancaritasverband Limburg.
 
Bürozeiten
Sie erreichen uns telefonisch
montags bis donnerstags 8:00 – 16:00 Uhr
freitags 8:00 – 13:00 Uhr.
 
Indikation und Aufnahme
Wir nehmen volljährige Männer, Frauen und Paare auf, die drogen- oder mehrfachabhängig sind und ihre Suchterkrankung überwinden wollen. Weitere psychische oder körperliche Erkrankungen sind kein Hinderungsgrund für eine Aufnahme. Bestehen Zweifel an der Rehabilitationsfähigkeit kann ein klärendes Vorgespräch mit unserer Leitenden Ärztin geführt werden.
 
Wenn Sie sich für eine Behandlung in unserer Einrichtung interessieren schreiben Sie uns einen Brief mit einem Lebenslauf und einer Darstellung Ihrer Suchterkrankung. Uns liegt daran, möglichst viel von Ihnen bereits vor der Aufnahme zu erfahren. Wir beantworten Ihre Schreiben zeitnah und individuell. Durch einen Besuch in der Einrichtung können Sie die Atmosphäre kennen lernen, einen Eindruck von Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewinnen und sich ein Bild von Lage und Ausstattung der Einrichtung machen.
 
Bei Vorliegen einer Kostenübernahme durch den zuständigen Leistungsträger und nach abgeschlossenem körperlichem Entzug nehmen wir schnell und unkompliziert auf.
 
Liegenschaft
Die Therapeutische Einrichtung Auf der Lenzwiese befindet sich ca. fünfundzwanzig Kilometer südöstlich von Darmstadt inmitten eines Landschaftsschutzgebietes nahe der Kleinstadt Höchst im Odenwald. Die naturnahe Umgebung bietet viele attraktive Möglichkeiten der Naherholung. Zur sportlichen Freizeitgestaltung laden ein modern ausgestatteter Kraftsportraum, der Fußballplatz und ein Beachvolleyball-Feld ein. Nach dem Sport können Sie sich in der Sauna erholen. Kreativraum, PC-Raum und große, helle und freundliche Gemeinschaftsräume bieten vielfältige Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. Es gibt bei uns elf Einzel- und elf Doppelzimmer.
Ziele der Behandlung
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Die Ziele der Behandlung werden mit Ihnen gemeinsam entwickelt und individuell vereinbart. Immer geht es um die Fähigkeit selbstbestimmt sowie sozial integriert ohne Suchtmittel zu leben, Rückfälle und Krisen zu bewältigen, den Anforderungen in Partnerschaft, Ausbildung oder Beruf gewachsen zu sein und wieder Sinnhaftigkeit im Leben zu finden. Mit Ihnen wird abgestimmt, welche Probleme bearbeitet werden sollen und wir beraten Sie bei der Auswahl und Festlegung der individuellen Ziele. Unsere Beratung stützt sich dabei auf eine umfassende fachärztliche und psychologische Diagnostik.
 
Als Behandlungsschwerpunkte bieten wir an
  • Wiederherstellung der körperlichen Gesundheit
  • selbstständige Lebensführung
  • Loslösung von der Drogenbindung
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Erlernen effektiver Bewältigungsstrategien
  • Klärung von Konflikten in der Herkunftsfamilie/Partnerschaft
  • Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sowie Entwicklung und Erprobung konkreter beruflicher Perspektiven.
Das Behandlungsangebot umfasst
  • medizinische, psychologische und soziale Diagnostik
  • psychotherapeutische Einzelgespräche
  • Gruppentraining Sozialer Kompetenzen
  • Training zur Rückfallprophylaxe
  • psychoedukative Gruppen zur Gesundheitsinformation
  • Arbeitstherapie
  • mehrwöchiges Praktikum in Betrieben der Region
  • Sozialberatung
  • Schuldnerberatung
  • Freizeitaktivitäten.
Das besondere Profil der Einrichtung ist gekennzeichnet durch spezifische Angebote zur Behandlung psychischer Begleit- und Folgeerkrankungen der Sucht sowie bei hoch riskantem Cannabiskonsum. Möglichkeiten der beruflichen Weiterqualifikation sind durch angeleitete EDV-Kurse und eine externe Adaption in einem separat gelegenen Haus gegeben. Das Einbeziehen des sozialen, beruflichen und regionalen Umfeldes in den gesamten Behandlungsprozess unterstützt Sie bei der dauerhaften Stabilisierung Ihrer Suchtmittelabstinenz.
Stationäres Abstinenztraining für Cannabis-Konsumenten
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Die Behandlung von Cannabis-Konsumenten erfolgt in einem eigens für Ihre Bedürfnisse entwickelten Angebot. Im Anschluss an die ausführliche fachärztliche und psychosoziale Diagnostik wird die Abstinenz bzw. die weitgehende Reduktion des Konsums durch ein intensives Abstinenztraining unterstützt. Dieses Training findet im Rahmen von Gruppen- und Einzelgesprächen statt.
 
Arbeitstherapie
Die (Wieder-) Herstellung der Erwerbsfähigkeit ist zentrales Ziel der Behandlung. Der Weg zu einer Ausbildung und der Weg zurück in den Beruf führen über ein allmähliches Heranführen an die Arbeitswelt und Erhöhen der Belastbarkeit. Im Rahmen der Arbeitstherapie können Sie sich mit handwerklichen, hauswirtschaftlichen, verwaltungsbezogenen und kreativen Arbeiten beschäftigen. Sie lernen Handwerkszeug kennen, trainieren Ihre Leistungsfähigkeit, bewältigen Aufgaben im Team und erreichen vorzeigbare Arbeitsergebnisse.
 
Die Anforderungen werden Ihrer Leistungsfähigkeit angepasst. Hierzu wurden für die Arbeitstherapie spezifische Dokumentationsinstrumente geschaffen, die eine Bewertung der individuellen Fähigkeiten und Leistungen in diesem Bereich ermöglichen.
 
Die Stabilität der beruflichen Leistungsfähigkeit kann in einem Betriebspraktikum unter realistischen Bedingungen erprobt werden. Das ist die Generalprobe für Ihren beruflichen Wiedereinstieg.
 
Externe Adaption
Die Adaption stellt die letzte Phase der medizinischen Rehabilitation dar und schließt in der Regel nahtlos an die vorhergehende stationäre Entwöhnungsbehandlung an. Die externe Adaption ist für Sie besonders geeignet, wenn Sie eine Wiedereingliederung in die Region Südhessen anstreben.
Die Einrichtung zur Durchführung der externen Adaption befindet sich in einem Wohngebiet in Breuberg und verfügt über gute Verkehrsanbindungen nach Höchst, Michelstadt und anderen Städten mit Arbeitsangeboten. Es steht dafür ein eigenes Haus mit sechs gut ausgestatteten Einzelzimmern und mehreren Gemeinschaftsräumen zur Verfügung. Ein reizvoll gestalteter Garten lädt auf dem 750 qm großen Grundstück zu vielfältigen Freizeitaktivitäten ein.
 
Während der Adaption wird die Eigenverantwortlichkeit unserer Patientinnen und Patienten besonders gefördert. Ihre Freiheit von Suchtmitteln wird gefestigt und die Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit vorbereitet. Sie werden bei der Erreichung Ihrer persönlichen Ziele durch zahlreiche Behandlungsangebote unterstützt, z.B. durch
  • externe Arbeitspraktika zum Erproben der erworbenen beruflichenFähigkeiten in einem realistischen beruflichen Umfeld
  • Berufsseminare mit Bewerbungstraining zur Verbesserung der eigenen Präsentation bei potenziellen Arbeitgebern
  • therapeutische Gruppen- und Einzelgespräche zur Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen und zur Reflexion von Schwierigkeiten und Rückschlägen
  • Förderung selbstständiger Freizeitgestaltung. Die Planung der Behandlungsschritte während der externen Adaption orientiert sich an Ihren Therapiefortschritten. Ihre Ressourcen und Bedürfnisse werden ebenso berücksichtigt wie Ihre Vorstellungen für
  • die Zeit nach der Therapie.
Anerkennungen
Federführender Leistungsträger ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Hessen.
Die Kosten der Behandlung werden von den Rentenversicherungsträgern, den Krankenkassen und den überörtlichen Sozialhilfeträgern übernommen.
Die Einrichtung ist vom zuständigen Fachministerium des Landes Hessen im Sinne der §§ 35, 36 ff des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) staatlich anerkannt.
 
Einzugsgebiet und Kooperation
Die Einrichtung wird prinzipiell aus dem gesamten Bundesgebiet, vorrangig aber durch hessische Kosten- und Leistungsträger belegt.
Es besteht Kooperation mit hessischen Einrichtungen der Suchthilfe sowie den Einrichtungen des Suchthilfeverbundes Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. (JJ) mit umfangreichen sozialen, beruflichen oder schulischen Unterstützungsangeboten, z. B. im Bildungszentrum Hermann Hesse (BZH) in Frankfurt am Main.
 
 
 
Adresse
Therapeutische Einrichtung Auf der Lenzwiese
Annelsbacher Weg 1
64739 Höchst-Hassenroth
Fon 06163 9338-0
Fax 06163 9338-22
www.drogenberatung-jj.de
 
 
09/2008
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