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Die Stationäre Nachsorge und die Adaption sind besonders intensive und bewährte Hilfeformen mit dem Ziel, suchtgefährdete oder suchtkranke Menschen orientiert am persönlichen Bedarf zu einem selbstständigen Leben ohne Suchtmittelmissbrauch zu befähigen. Sie dienen der beruflichen und sozialen Integration.

Träger
Träger ist der Suchthilfeverbund Jugendberatung und Jugendhilfe e. V. (JJ), Taunusstraße 33, 60329 Frankfurt. JJ bietet hilfebedürftigen, behinderten, gefährdeten oder psychisch kranken Menschen fachkundige Beratung und Lebenshilfe an.
Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Er ist assoziiertes Mitglied im Diözesancaritasverband Limburg.


Bürozeiten
Die Einrichtung ist montags bis freitags zwischen 09:00 und 17:00 Uhr erreichbar.

Platzzahl
Es stehen derzeit sechs Behandlungsplätze für die Adaption und 26 Betreuungsplätze für die Stationäre Nachsorge zur Verfügung. Bis zu sechs Betreuungsplätze können mit Kindern belegt werden.

Indikation und Behandlungsdauer
Das Betreuungsangebot wendet sich an drogen- und mehrfachabhängige Menschen beiderlei Geschlechts, die aufgrund ihrer Vorbehandlung auf ein Leben ohne Drogen vorbereitet sind. Auch Paare und Eltern mit Kindern können aufgenommen werden.
Die Stationäre Nachsorge unterscheidet sich mit ihrem umfassenden Betreuungsangebot in der Intensität wesentlich vom Angebot des Betreuten Wohnens.

Die Dauer der Nachsorgebehandlung wird individuell vereinbart und beträgt zwischen sechs und zwölf Monaten
Die Behandlungsdauer der externen Adaption beträgt maximal 4 Monate.

Aufnahme
Voraussetzungen für die Aufnahme sind
  • eine schriftliche Aufnahmeanfrage
  • Lebenslauf und Beschreibung der Entwicklung der Abhängigkeit sowie der bisherigen Behandlung
  • ein Aufnahmegespräch in der Einrichtung
  • die Kostenzusage des überörtlichen Sozialhilfeträgers oder Jugendamtes für die Stationäre Nachsorge
  • die Leistungsbewilligung des Rentenversicherungsträgers oder der Krankenkasse für die Adaption.

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Liegenschaften
 

Die Stationäre Nachsorge und Adaption Broßwitzstraße mit 6 Adaptions- und 13 Nachsorgeplätzen liegt in Frankfurt-Bockenheim, einem lebendigen Stadtteil mit vielen Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, einem vielfältigen kulturellen Angebot und in unmittelbarer Nähe zur U- und S-Bahn.
In dem schönen Altbau befinden sich vier Wohnetagen mit je fünf Einzelzimmern, die über eine Grundausstattung an Mobiliar verfügen. Die Zimmer können zusätzlich individuell eingerichtet werden.
Auf jeder Etage befinden sich eine Küche mit einem Essplatz, ein Wohnflur, der auch als Gemeinschaftsraum benutzt wird sowie die erforderlichen sanitären Einrichtungen.
Im Erdgeschoss befinden sich die Büroräume der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Gruppenraum für gemeinsame Treffen der Bewohner, Hausversammlungen und zur Freizeitgestaltung. Im Keller ist ein Raum als Werkstatt eingerichtet. Ein kleiner Garten bietet Spielmöglichkeiten für Kinder und Platz zum Feiern und Grillen.


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Die Stationäre Nachsorge Goldbergweg mit 13 Plätzen liegt im ruhigen Stadtteil Frankfurt-Oberrad in der Nähe des Stadtwaldes.
In zwei kleinen Häusern auf einem Grundstück befinden sich möblierte Einzelzimmer, Gruppenräume, Küchen und Bäder. Ein großer Garten mit Grill, Kinderhaus, Sandkasten, Badmintonnetz etc. lädt zum Spielen und Feiern ein.
Die Verkehrsanbindung ist gut, es gibt viele Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung. Der Stadtwald beginnt direkt hinter dem Grundstück.

 

 

Betreuungsziele und Angebote
Zentrale Betreuungsziele der Stationären Nachsorge sind die Stabilisierung der Suchtmittelabstinenz, die soziale Integration und die schulische oder berufliche Wiedereingliederung. Das Betreuungsangebot zeichnet sich durch Intensität und Vielfalt der fördernden Angebote aus. Die Präsenz der Mitarbeiter/-innen in der Einrichtung und die hieraus resultierende Möglichkeit zur unmittelbaren Intervention bei Krisen stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Betreuung besonders auch von jungen Drogenabhängigen und Eltern mit Kindern dar.
Mit jeder Klientin/jedem Klienten werden die individuellen Betreuungsziele im Rahmen einer gemeinsamen Hilfeplanung ermittelt und verbindlich vereinbart. Die Umsetzung wird in festgelegten Zeitabständen gemeinsam überprüft.


Das Betreuungs- und Behandlungsangebot variiert entsprechend der vereinbarten Ziele und umfasst folgende Angebotsbausteine
  • Anleitung zur selbstständigen Lebensführung mit Training der Selbstversorgung und der Alltagsgestaltung
  • Rückfallprävention und Rückfallbearbeitung
  • Beratung und Begleitung während schulischer und beruflicher Wiedereingliederung
  • Hilfestellung bei der Durchführung von Betriebspraktika
  • Training selbstständiger Haushaltsführung
  • Beratung bei lebenspraktischen Fragen
  • Anleitung zu einem strukturierten Tagesablauf
  • Anregungen zur Freizeitgestaltung
  • Begleitung zu Ämtern und Behörden bei besonderen Problemen
  • Mitteilungen an Behörden und Gerichte im Einvernehmen mit der Klientel
  • Begleitung und Hilfestellung während Krisen
  • Gespräche über persönliche und soziale Probleme
  • Einzel-, Gruppen-, Paar- sowie auf Wunsch Angehörigengespräche
  • Hilfe zur Verbesserung der sozialen Kompetenz
  • Unterstützung der Mütter/Väter in erzieherischen Fragen
  • Förderung von gesundheitsbewusstem Verhalten
  • Raucherentwöhnung
  • ärztliche Beratung sowie Information über schwerwiegende Suchtfolgeerkrankungen wie Aids oder Hepatitis C
  • Beratung in sozialrechtlichen Fragen
  • Wohngruppensitzungen zu Themen des Zusammenlebens
  • Training zum Umgang mit Geld und Schulden
  • Vermittlung in Selbsthilfegruppen
  • Unterstützung bei der Verselbstständigung und beim Umzug in eine eigene Wohnung
  • regelmäßige Reflexion und Fortschreibung des Hilfeplanes im Fachteam und mit der Klientel.
Anerkennungen
Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Hessen ist Leistungsträger für Adaptionsmaßnahmen im Goldbergweg.
Auch die Deutsche Rentenversicherung Bund hat die Adaption in der Broßwitzstraße anerkannt.
Mit dem Landeswohlfahrtsverband Hessen besteht eine Vergütungsvereinbarung nach § 75 Abs. 3 i.V.m. §§ 76 ff SGB XII.
Ferner wird die Einrichtung von Jugendhilfeträgern im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) belegt.
Das zuständige Fachministerium des Landes Hessen hat die Einrichtung im Sinne der §§ 35, 36 BtMG staatlich anerkannt.
 
Einzugsgebiet und Kooperation
Das Angebot wendet sich an Klientinnen und Klienten aus Hessen und anderen Bundesländern. Es ist eng in das Netz des Suchthilfeverbundes JJ integriert.
Die Gesamteinrichtung ist eingebunden in das differenzierte Netz der Hessischen Suchthilfe. Es besteht Kooperation mit Jugend- und Suchtberatungsstellen, stationären Einrichtungen zur Entwöhnungsbehandlung, schulischen und beruflichen Ausbildungsträgern, Arbeitsprojekten, Selbsthilfeprojekten, Einrichtungen des Betreuten Wohnens, Justiz-, Arbeits- und Sozialverwaltungen, niedergelassenen Ärzten, Einrichtungen der Kinderbetreuung und mit dem Angebot der Ambulanten Rehabilitation des Suchthilfezentrums Bleichstraße in Frankfurt.
 
 
Adresse
Stationäre Nachsorge und Adaption
Broßwitzstraße und Goldbergweg
Konrad-Broßwitz-Straße 35
60487 Frankfurt
Fon 069 971218-0
Fax 069 971218-29
www.drogenberatung-jj.de
 
01/2009
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